Pressebericht zur Jahreshauptversammlung 2005 des TSV Dachau 1865 e.V.
- TSV Dachau 1865 steht auf soliden Füßen
- Schatzmeister Michael Sers erwirtschaftete erneut ein Plus
- Familienmitgliedsbeiträge werden gesenkt
70 Mitglieder konnte die 2. Vorsitzende des TSV Dachau 1865, Gabi Siegl, zur
Mitglieder- versammlung am 08.04.2005 in der Vereinsgaststätte begrüßen. Als Vertreter der Stadt
waren OB Peter Bürgel und Günther Dietz anwesend.
In einer Schweigeminute gedachte man den erst vor kurzen verstorbenen Vereinsmitgliedern Max Hufnagel und Ludwig Rösch, die über viele Jahre aktive Arbeit im Verein geleistet hatten.
Der 1. Vorsitzende Reisböck ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Aktivitäten und Verwaltungsaufgaben des Jahres 2004 ein. Er lobte vor allem die ehrenamtlichen Tätigkeiten. In der Vorstandschaft und im Gesamtbeirat herrsche Harmonie, die Arbeit wird aus Idealismus für den Verein und nicht aus Profilneurose geleistet.
Dank ging an die Damen der Geschäftsstelle, Frau Jänsch, Frau Rothfuß bzw. Frau Hainzl, und natürlich an Harry Franzkowiak und Gerold Eisele, die durch ihr Engagement die Anlagen des TSV zum Vorzeigeobjekt erscheinen lassen.
Im Gegensatz zu anderen Großvereinen, die sich hauptamtlicher Geschäftsführer bedienen, werden die laufenden Aufgaben ehrenamtlich erledigt. Dies ist u.a. auch der Grund, warum der TSV im Bereich der Personalkosten eine führende Rolle spiele und aufgrund der Umsichtigkeit von Schatzmeister Michael Sers bei der Stadt Dachau keine Entschuldung beantragt werden musste.
Im Bereich des Gesundheitssports wurden mit Sonja Grönbold, Gabi Siegl, Monika Küsel, Didi Kubitschek, Reinhard Zügler und Barbara Lehrberger neue Perspektiven erschlossen.
Mit einer Bilanzsumme von über 1.000.000,-- Euro ist der TSV Dachau 1865 als Mittelstandsunternehmen zu werten. Durch geeignete Fortbildungsmaßnahmen war die Vereinsführung bestrebt, in den Bereichen Management, Finanzen und Steuern auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Durch die zahlreichen Übertritte von Sportlern des ehemaligen SSV Dachau Ost konnten die 65iger zu Beginn dieses Jahres einen Mitgliederstand von 2087, gegliedert in 1181 Erwachsene und 906 Kinder bzw. Jugendliche, vorweisen, der mittlerweile auf 2195 angewachsen ist.
Im Jahre 2004 waren 276 Austritte gegenüber 610 Eintritten zu verzeichnen, was einen enormen Verwaltungsaufwand mit sich zog. In Zeiten von Rezession, Arbeitslosigkeit und einer gewissen Sportmüdigkeit trennt man sich nur zu gerne von den „hohen“ Vereinsbeträgen, in den Vereinen solle alles umsonst sein, obwohl in Fitnessstudios, Volkshochschulen oder ähnlichen Einrichtungen jeder Preis gezahlt werde, monierte Reisböck.
In 11 Abteilungen erfolgte der Übungs- und Sportbetrieb. Hierbei waren 126 Übungsleiter bzw. weitere ca. 80 Funktionäre tätig. Nachdem der Staat für die lizenzierten Übungsleiter nur geringe Stundensätze bezuschusst und die Ehrenamtlichen gar nichts erhalten, legte der Verein im Jahre 2004, um überhaupt im Sportbetrieb etwas zu bewegen, ca. 42.000 Euro dazu. Erfreulich sind die Zuschüsse der Stadt Dachau. Ohne das seit Jahren bestehende und erst vor kurzem neu konzipierte und auf eine Gleichbehandlung beider Dachauer Großvereine abgezielte Sportförderungsprogramm, hätten die 65iger keine Chance.
Sportlich gesehen verlief das Jahr 2004 sehr positiv. Die Abteilungen tragen den Sparkurs des Hauptvereines, entsprechende interne Konzepte zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebes liegen vor. Hier lässt sich das Präsidium der 65iger auf keine finanzielle Gratwanderung ein. Obwohl die Grundtendenz des TSV im Breitensport angesiedelt ist, konnten dennoch große Erfolge verbucht werden.
Aber auch im gesellschaftlichen Bereich war man nicht untätig. So erinnerte Reisböck an den Seniorenausflug oder die leider verregnete Maibaumfeier mit vielen Besuchern.
Viel Arbeit erforderte der Erhalt der Sportstätten. Große Sorgen bereiten hier mutwillige Sachbeschädigungen durch Jugendliche. Reisböck forderte alle Abteilungs- bzw. Übungsleiter und Funktionäre auf, künftig besser auf das Vereinsvermögen zu achten, Schaden abzuwenden und über die Vereinsleitung Personen, die vorsätzlich Schaden verursacht haben, in Regress nehmen zu lassen. Aufgrund des eingeschlagenen Sparkurses wurden keine höheren Investitionen getätigt. Dies mache derzeit aufgrund der angedachten Neustrukturierung des Vereines auch keinen Sinn.
Die Aussiedlungsgedanken des TSV haben sich momentan zerschlagen. Die anfangs vorhandene Euphorie ebbte stark ab, da die betroffenen Landwirte in einem Gespräch mit OB Peter Bürgel einen Verkauf ihres Grundes zur Sportnutzung abgelehnt haben. Allerdings hat sich im Zusammenhang mit Augustenfeld und der notwendig gewordenen 4. Grundschule eine interessante Perspektive ergeben. Ein neues Konzept beinhaltet das Verbleiben des Vereines im bisherigen Areal, einer flächenmäßigen Vergrößerung vor Ort und der dafür zeitgleichen Abgabe der Jugendsportanlage an der Theodor-Heuss-Straße, die bereits seit Mitte März dieses Jahres vollzogen worden ist. Eine mögliche Nutzung neuer Sporthallen, müsse sich aus dem Schulneubau ergeben. Zudem wäre die angedachte Sanierung der Jahnhalle über Zuschüsse bzw. Mieteinnahmen zu finanzieren, was eine nicht unerhebliche Belastung des Hauptvereines bedeuten würde. Dieser Weg erscheine zwar vernünftig, wäre aber sehr dornenreich.
Die vor einiger Zeit angedachte Fusion mit dem SSV Dachau Ost war rechtlich, so Reisböck, nicht möglich, zudem hatte die Mehrheit der damaligen SSV-Mitglieder einer Auflösung des Vereines nicht zugestimmt. Aufgrund vieler Gespräche, insbesondere mit den Abteilungen Aikido, Taekwando und Tennis schlossen sich dennoch 420 SSV’ler dem TSV an, die sich, so ihre Aussagen, sehr wohl fühlen und zahlreich bei Vereinsterminen zu sehen sind.
In seinen Schlussworten ging von Reisböck Dank an die Mitglieder der Vorstandschaft und des Gesamtausschusses, an die Übungsleiter und an alle anderen ehrenamtlichen Funktionäre für ihr gezeigtes Engagement. Ebenso erging der Dank an alle Vereinsmitglieder für die geleistete Treue und an die Sponsoren.
Der Bericht des Schatzmeisters Michael Sers, zeigte, dass das Ziel, das er sich auch im Vorjahr gesteckt hatte, erreicht werden konnte. Er schaffte es, durch solide Planung und Einhaltung eines sich seit Jahren bewährten Sparkonzeptes, einen Überschuss zu erwirtschaften, der insbesondere zur Rückzahlung langfristiger Darlehen Verwendung fand. Dies bewirkte u.a., dass die Tennishalle nunmehr schuldenfrei ist. Zudem musste eine hohe Summe für kommende Sanierungsmaßnahmen eingeplant werden. Sers lobte alle Abteilungsleiter und deren Kassiere, Übungsleiter und Trainer, die den notwendigen Sparkurs in vorbildlicher Weise mitgetragen und dabei die Verbundenheit zum Verein gezeigt haben. Er bedankte sich bei der gesamten Vorstandschaft, seiner Stellvertreterin Brigitte Höchstetter und seinem Vorgänger Manfred Engelhard, der ihm jederzeit bei Fragen zur Seite stand. Durch das Engagement aller seiner Mitstreiter, im Ehrenamt einen Mittelstandsbetrieb zu führen, sehe sich Sers alljährlich in seinem Vorgehen bestärkt. Eine Beitragserhöhung stand zu keiner Zeit zur Diskussion, die Vorstandschaft werde sogar im Bereich der Familienbeiträge eine Senkung vollziehen, um hier eine, wenn auch nur kleine, finanzielle Entlastung bewirken zu können.
OB Peter Bürgel ging in seinen Grußworten auf die Sportförderrichtlinien der Stadt Dachau ein. Der Sport in der Großen Kreisstadt sei es wert, unterstützt zu werden. Bürgel sei froh dass die Übernahme von Mitgliedern des ehemaligen SSV durch den TSV 1865 relativ reibungslos funktioniert habe. Auch wenn derzeit durch die Abgabe der Jugendsportanlage an die Stadt auf den Freiflächen in Dachau Ost für den Sportbetrieb ein Engpass entstanden sei, so hoffe er dennoch, in einigen Jahren durch den Neubau einer Schulturnhalle und die Neuanlage neuer Fußballfelder einen gewissen Ausgleich zur Zufriedenheit aller zu leisten. Dank überbrachte Bürgel der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit und das umsichtige, zukunftsorientierte Handeln.
Für die Abteilungen zogen Jochen Weiss (Basketball), Bernd Mordhorst (Bogenschützen), Franz Eppert (Fechten), Klaus Edelbauer (Fußball), Reinhard Hauser in Vertretung von Horst Schültzke (Handball), Tilo Ederer (Judo und Ju-Jutsu), Susanna Zagler (Rock’n Roll und Vereinsjugendleitung), Erwin Feuerer (Tennis), Veronika Kratz (Tischtennis) und Günther Höchstetter (Turnen/Fitness und Leichtathletik) ein kurzes Resümee über das Jahres 2004. Zudem stellten sich die neuen Abteilungen Aikido, Leitung Roman Stern, und Taekwondo, Leitung Reinhard Langer, vor. Jens Deibrich (Base- und Softball) war beruflich verhindert.
Hinsichtlich der Abnahme der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes kamen von den Mitgliedern keine Einwände.
In seinen Schlussworten bedankte sich der 1. Vorsitzende Richard Reisböck für das zahlreiche Erscheinen der Anwesenden, das dargelegte Interesse für den Verein und wünschte allen ein sportlich erfolgreiches Jahr
2005.
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