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200 Jahre Augustenfeld
Bürgerfest vom 7. - 9. Juni 2002 auf dem Gelände des TSV Dachau 1865 e.V.


Auf 200 Jahre Geschichte konnte der Stadtteil Augustenfeld in diesem Jahr zurückblicken. Aus diesem Grund hat sich der TSV Dachau 1865 e.V. unter seinem Vorsitzenden Richard Reisböck bereit erklärt, für die Stadt Dachau ein Bürgerfest auf dem Vereinsgelände auszurichten.

Blickt man zurück, so wurde Augustenfeld im Jahre 1802 als Moossiedlung gegründet. 1808 erscheint es im Kataster der Gemeinde. Im gleichen Jahr entsteht der Steuerdistrikt "Dachauer Section Augustenfeld".

Bei der Gemeindebildung 1818 umfasst Augustenfeld die Orte Oberaugustenfeld, Unteraugustenfeld, Obermoosschwaige und Polln, später kamen noch Karlsfeld und die Rothschwaige hinzu. 

Im Jahre 1839 erfolgt die Eingemeindung nach Dachau, gleichzeitig wurde Karlsfeld eine eigene Gemeinde, zu der auch die Rothschwaige gehört.

200 Jahre sei sicher ein Grund zu feiern, so die Aussage unserer Stadtväter. Die Vorbereitungen lagen federführend bei der 2. Vorsitzenden des TSV 1865, Gabi Siegl. Sie hatte ein abwechslungsreiches Programm für jung und alt zusammen gestellt.

Am Freitag, 07. Juni 2002, war der Tag der Jugend. Im Festzelt am Parkplatz des TSV Dachau 1865 spielte ab 20 Uhr die Tanz & Showband "Chikeria". Für gute Musik, Spaß und Unterhaltung war gesorgt. Der Andrang war leider nicht so groß, wie es sich die Organisatoren erhofft hatten. Trotzdem herrschte im Zelt eine Bombenstimmung, gleiches galt natürlich auch in der Bar.

Der Samstag, 8. Juni 2002, begann ab 14 Uhr mit dem Festzeltbetrieb. Das Vereinswirtsehepaar der 65‘iger, Johanna und Hans Plötz, sorgte in gewohnter Weise für das leibliche Wohl.

Während nebenan noch die Kicker des TSV 1865 auf Torejagd gingen, wurde der offizielle Teil des Abends von der Schwabhauser Blaskapelle eröffnet.

Karl Messner von den 65‘igern, selbst ein g'standener Augustenfelder, brachte noch einmal die geschichtlichen Eckpunkte dieses relativ jungen Dachauer Stadtteils in Erinnerung

Natürlich hatte auch die Politik das Sagen. Landrat Hansjörg Christmann wohnt selbst in Augustenfeld, wo sich auch Eltern- und Großelternhaus befinden. OB Peter Bürgel war von 1956 bis 1982 hier ansässig. Er spielte außerdem in der A-, B- und C-Jugend des TSV 1865 und kickte noch bis vor etwa sieben Jahren in der Altherrenmannschaft. Karlsfelds Bürgermeister Fritz Nustede verdankt Augustenfeld quasi aufgrund der Ausgliederung von Karlsfeld und der Rothschwaige im Jahre 1939 seinen jetzigen Posten.

In den Ansprachen des Dreigestirns Christmann, Bürgel und Nustede wurde dies nochmals verdeutlicht. Ein großer Dank für die Ausrichtung des Festes ging an die Veranstalter des TSV 1865.

Während des Abends kamen weiterhin Trachtentänze der Ampertaler, das "Bauernballett" des Bulldogclubs Dachau und Gstanzl von Fannerl Schönauer zur Aufführung.

Am Sonntag, 9. Juni 2002, begann der Tag um 8.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Peter. Nach einem Festzug, angeführt von der Knabenkapelle Dachau und dem Auftritt von Böllerschützen, war ab 10.30 Uhr ein Frühschoppen mit der Tanz & Showband "Chikeria" angesagt. 

Weiterhin bestand die Möglichkeit, mit einem Nostalgiezug die alten und neuen Ortsteile von Ober- und Unteraugustenfeld, das neue Zentrum "Obere Moosschwaige", sowie das Künstlerhaus "Kleine Moosschwaige" bei einem Tag der offenen Türe zu besichtigen.

Außerdem fand zeitgleich beim TSV Dachau 1865 eine Ausstellung über die geschichtliche Entstehung Augustenfelds und ein großes Sport- und Spielefest mit vielen Darbietungen statt.

Das Festzelt war bis in die späten Nachmittagsstunden sehr gut besucht. Alles in allem fand die Veranstaltung bei den Bürgern der Stadt Dachau großen Anklang.


Gerhard Doll
Pressereferent
TSV Dachau 1865 e.V.
 

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