|
|
Bericht zur Jahreshauptversammlung 2004 des TSV Dachau 1865 e.V.
Vorstandschaft bei Neuwahlen im Amt bestätigt
TSV Dachau 1865 steht auf soliden Füßen
Schatzmeister Michael Sers erwirtschaftete erneut ein Plus
|
|

|
60 Mitglieder konnte die 2. Vorsitzende des TSV Dachau 1865, Gabi
Siegl, zur Mitgliederversammlung am 19.03.2004 in der Vereinsgaststätte begrüßen. Als Vertreter des Dachauer Stadtrates waren Katharina Ernst und Günther Dietz anwesend. Den BLSV vertrat Herr Albrecht. OB Peter Bürgel war leider verhindert.
Sportreferent Günther Dietz überbrachte in seinen Worten die Grüße des Oberbürgermeisters, thematisierte das grundlegende Problem der Finanzen und wertete den TSV 1865 als Vorzeigeobjekt der Großen Kreisstadt.
Der 1. Vorsitzende Reisböck ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Aktivitäten und Verwaltungsaufgaben des Jahres 2003 ein. Er lobte vor allem die ehrenamtlichen Tätigkeiten. In der Vorstandschaft und im von Max Hufnagel geleiteten Gesamtbeirat herrsche Harmonie, die Arbeit wird aus Idealismus für den Verein und nicht aus Profilneurose geleistet.
Dank ging an die Damen der Geschäftsstelle, Frau Jänsch und Frau Rothfuß, und natürlich an Harry Franzkowiak und Gerold Eisele, die durch ihr Engagement die Anlagen des TSV zum Vorzeigeobjekt erscheinen lassen.
Seit September 2002 ist die Vereinsgaststätte in den bewährten Händen der Wirtsleute Genoveva Jud und Wastl Glück, die den guten Ruf der Jahnhalle fortführen konnten.
Im Gegensatz zu anderen Großvereinen, die sich hauptamtlicher Geschäftsführer bedienen, werden die laufenden Aufgaben ehrenamtlich erledigt. Dies ist u.a. auch der Grund, warum der TSV im Bereich der Personalkosten eine führende Rolle spielt und aufgrund der Umsichtigkeit von Schatzmeister Michael Sers bei der Stadt Dachau keine Entschuldung beantragt werden musste.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Im Bereich des Gesundheitssports ging der Verein mit Sonja Grönbold, Gabi
Siegl, Monika Küsel, Didi Kubitschek, Reinhard Zügler und Barbara Lehrberger neue Wege.
Mit einer Bilanzsumme von über 1.000.000,-- € ist der TSV Dachau 1865 als Mittelstandsunternehmen zu werten. Durch geeignete Fortbildungsmaßnahmen war die Vereinsführung bestrebt, in den Bereichen Management, Finanzen und Steuern auf dem neuesten Stand zu bleiben. Reisböck bemängelte wie letztes Jahr die fehlende Unterstützung der Fachverbände, wie des „Deutschen Sportbundes“ und des „Bayerischen Landessportverbandes“.
Der Verein hatte mit Ablauf des vergangenen Jahres 1759 Mitglieder, also 29 mehr als 2002. Diese gliederten sich in 763 Kinder bzw. Jugendliche bzw. 996 Erwachsene. Der regelmäßig geringe Rückgang der letzten Jahre konnte zwar aufgefangen, die magische Zahl von 1800 Mitgliedern aber nicht erreicht werden. In Zeiten von Rezession, Arbeitslosigkeit und einer gewissen Sportmüdigkeit trennt man sich nur zu gerne von den „hohen“ Vereinsbeträgen, in den Vereinen solle alles umsonst sein, obwohl in Fitnessstudios, Volkshochschulen oder ähnlichen Einrichtungen jeder Preis gezahlt werde, monierte Reisböck.
In 11 Abteilungen erfolgte der Übungs- und Sportbetrieb. Hierbei waren 123 Übungsleiter bzw. weitere ca. 70 Funktionäre tätig. Nachdem der Staat für die lizenzierten Übungsleiter nur geringe Stundensätze bezuschusst und die Ehrenamtlichen gar nichts erhalten, legte der Verein im Jahre 2003, um überhaupt im Sportbetrieb etwas zu bewegen, ca. 35.000 € dazu. Erfreulich sind die Zuschüsse der Stadt Dachau. Ohne das seit Jahren bestehende Sportförderungsprogramm hätte der Verein keine Chance.
Hier gab der 1. Vorsitzende Reisböck allerdings zu bedenken, dass die Förderung, vor allem in Hinblick auf eine gewisse Gerechtigkeit unter den 3 Dachauer Großvereinen, neu überdacht werden müsse. Es könne nicht sein, das der TSV 65 ein nicht vergleichbare Sparstrategie durchziehe, andere Vereine vor weiteren Schulden aber nicht zurückschrecken.
Mit Günter Dietz sei, nunmehr ein kompetenter Sportreferent gefunden worden, die Hauptinitiative ging hierbei insbesondere vom TSV 1865.
Sportlich gesehen verlief das Jahr 2003 sehr positiv. Die Abteilungen tragen den Sparkurs des Hauptvereines, entsprechende interne Konzepte zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebes liegen vor. Hier lässt sich das Präsidium der 65iger auf keine finanzielle Gratwanderung ein. Obwohl die Grundtendenz des TSV im Breitensport angesiedelt ist, konnten große Erfolge verbucht werden.
Aber auch im gesellschaftlichen Bereich war man nicht untätig. So erinnerte Reisböck an den Seniorenausflug mit 70 Teilnehmern nach Rothenburg
o.d. Tauber oder die Maibaumfeier mit rund 900 Besuchern. Hier ging besonderer Dank ging an Günther Höchstetter und seine Helfer aus der Turnabteilung.
Viel Arbeit erforderte der Erhalt der Sportstätten. Große Sorgen bereiten hier mutwillige Sachbeschädigungen durch Jugendliche. Reisböck forderte alle Abteilungs- bzw. Übungsleiter und Funktionäre auf, künftig besser auf das Vereinsvermögen zu achten, Schaden abzuwenden und über die Vereinsleitung Personen, die vorsätzlich Schaden verursacht haben in Regress nehmen zu lassen. Aufgrund des eingeschlagenen Sparkurses wurden keine höheren Investitionen getätigt. Dies mache derzeit aufgrund der angedachten Neustrukturierung des Vereines auch keinen Sinn.
An dieser Stelle kritisierte der 1. Vorsitzende vehement die Zuschussvergabe der Stadt Dachau. So beantragte der ASV im Jahre 2003 aufgrund seiner bekannten Probleme eine finanzielle Unterstützung. Hierzu erstellte OB Peter Bürgel einen Verwaltungsentwurf für alle 3 Großvereine in Höhe von 90.000 €, der entsprechend den Mitgliederzahlen aufgeteilt werden sollte. Nicht nachvollziehbar beschloss allerdings der zuständige Hauptausschuss der Stadt einen Zuschuss von 50.000,-- € für den ASV, die beiden anderen Großvereine TSV 1865 und SSV Dachau Ost gingen leer aus. Politische Mehrheitsverhältnisse führten zu dieser Ungerechtigkeit.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Aussiedlungsgedanken des TSV hat sich zerschlagen. Die betroffenen Landwirte haben in einem Gespräch mit OB Peter Bürgel einen Verkauf ihres Grundes zur Sportnutzung abgelehnt. Allerdings hat sich im Zusammenhang mit Augustenfeld und der notwendig gewordenen 4. Grundschule eine interessante Perspektive ergeben. Ein neues Konzept beinhaltet das Verbleiben des Vereines im bisherigen Areal, einer flächenmäßigen Vergrößerung vor Ort und der dafür zeitgleichen Abgabe der Jugendsportanlage an der Theodor-Heuss-Straße. Angedacht seien zudem die Sanierung der Jahnhalle und eine mögliche Nutzung neuer Sporthallen, die sich aus dem Schulneubau ergeben würden.
Die vor einiger Zeit diskutierte Fusion mit dem SSV Dachau Ost sei, so Reisböck, zwar weiterhin ein Thema, diverse Vorfälle der letzten Zeit haben hier allerdings einen Stillstand erwirkt. Insbesondere die finanzielle Landschaft des SSV und die Mentalität der Mitglieder haben hierzu geführt.
In seinen Schlussworten ging von Reisböck Dank an die Mitglieder der Vorstandschaft und des Gesamtausschusses, an die Übungsleiter und an alle anderen ehrenamtlichen Funktionäre für ihr gezeigtes Engagement. Ebenso erging der Dank an aller Mitglieder für die geleistete Treue und an die Sponsoren.
Der Vertreter des BLSV Herr Albrecht kommentierte in seinem Grußwort die Vergabe von Fördergeldern des Verbandes. Er thematisierte hierbei die Sparmaßnahmen des Freistaates, die sich unmittelbar auf den Bayerischen Landessportverband auswirkten. Hierbei sei die Verhandlungsplattform des BLSV und der Bayerischen Staatsregierung so hoch angesetzt, dass hierauf die „kleinen“ Funktionäre keinen Einfluss hätten.
Der Bericht des Schatzmeisters Michael Sers, zeigte, dass das Ziel, das er sich auch im Vorjahr gesteckt hatte, erreicht werden konnte. Er schaffte es, einen Überschuss von ca. 60.000 € zu erwirtschaften, der insbesondere zur Rückzahlung langfristiger Darlehen Verwendung fand. Sers lobte alle Abteilungsleiter und deren Kassiere, Übungsleiter und Trainer, die den notwendigen Sparkurs in vorbildlicher Weise mitgetragen und dabei die Verbundenheit zum Verein gezeigt haben. Er bedankte sich in seinen Schlussworten bei der gesamten Vorstandschaft, seiner Stellvertreterin Brigitte Höchstetter und seinem Vorgänger Manfred Engelhard, der ihm jederzeit bei Fragen zur Seite stand.
Für die Abteilungen zogen Jochen Weiss (Basketball), Jens Deibrich (Base- und Softball), Bernd Mordhorst (Bogenschützen), Klaus Edelbauer (Fußball), Horst Schültzke (Handball), Tilo Ederer (Judo und Ju-Jutsu), Klaus Kiening in Vertretung für Susanna Zagler (Rock’n Roll und Vereinsjugendleitung), Erwin Feuerer (Tennis), Rainer Maas (Tischtennis) und Günther Höchstetter (Turnen/Fitness und Leichtathletik) ein kurzes Resümee über das Jahres 2003.
Hinsichtlich der Abnahme der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes kamen von den Mitgliedern keine Einwände.
Die Neuwahlen erbrachten keinerlei Änderungen, alle Funktionen konnten wieder besetzt werden.
Wahlvorstand Max Hufnagel und seine Helfer Werner Friedl und Jochen Weiss meisterten nach bewährter Art und Weise diesen Tagesordnungsordnungspunkt. Die anwesenden Mitglieder wählten hierbei folgende Funktionäre:
| Vorstandschaft: |
|
| 1. Vorsitzender |
Richard Reisböck |
| 2. Vorsitzender |
Gabriele Siegl |
| 3. Vorsitzender und Schatzmeister |
Michael Sers |
| stellv. Schatzmeisterin |
Brigitte Höchstetter |
| Schriftführer |
Rudolf Kölbl |
| |
|
Jugendleiterin
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Referent für Außenanlagen
Referent für Hallen und Sportplätze |
Susanna Zagler
Gerhard Doll
Gerold Eisele
Harald Franzkowiak |
|
|
|
| Beiräte: |
|
| Vorsitzender |
Max Hufnagel |
|
Gerd Flegel
Ludwig Rösch
Helmut Erhorn
Hans Rapp
Josef Wörl
Josef Neumayer
Manfred Engelhardt
Werner Friedl
Herbert Ullmann
Jürgen Seidl |
|
|
|
| Kassenprüfer: |
|
|
Hermann Engelhardt
Josef Wörl
Herbert Heitzmann |
| |
|
| zurück
zur Übersicht |
| |
|
|
|