März 2006:
Jahreshauptversammlung der 1865er
Aus zwei mach eins: Wie der TSV des SSV integriert hat.
Vorsitzender Richard Reisböck: „Marode Anlagen mit viel Aufwand
wieder aufpoliert“t
von Christine Heumann
Quelle: Dachauer Neueste, 22.03.2006
Richard Reisböck sprach von einem „bewegten Jahr", das der TSV
1865 hinter sich gebracht hat. In der Jahresversammlung stellte
der Vorsitzende den Umzug des Dachauer Sportvereins raus aus dem
Wohngebiet westlich der Theodor-Heuss-Straße auf die östliche
Seite und die Übernahme des ehemaligen SSV-Geländes an der Alten
Römerstraße in den Mittelpunkt seines Rechenschaftsberichts.
Die 134 anwesenden Vereinsmitglieder erfuhren, dass es gar nicht
so einfach gewesen sei, die Sportanlagen des zahlungsunfähigen
und deshalb aufgelösten SSV Dachau-Ost zu übernehmen. „Die
Verantwortlichen dort haben nur auf den 1. Januar 2005 gewartet,
um uns die Schlüssel zu übergeben", sagte Reisböck. „Die Anlage
war generell in einem maroden Zustand und musste mit viel
Aufwand wieder aufpoliert werden." Auf der anderen Seite sah der
TSV-Vorsitzende die Übernahmemöglichkeit auch als eine
glückliche Fügung an, denn 1865 musste ja seine
Jugendsportanlage räumen, weil die Stadt Dachau auf diesem Areal
die vierte Grundschule baut. „Wo wäre der TSV sonst geblieben",
fragte Reisböck. Darüber muss er sich nun keine Sorgen mehr
machen, 1865 hat mit der Stadt einen bis 31. Dezember 2010
unkündbaren Pachtvertrag für das ehemalige SSV-Gelände.
Spätestens bis Vertragsende will der TSV dann in seinen neuen
Sportpark jenseits der Theodor-Heuss-Straße umgezogen sein. Wie
bereits ausführlich berichtet entstehen dort auf einer 117 000
Quadratmeter großen Fläche hoch moderne Anlagen. Die Baukosten
betragen zwölf Millionen Euro, .Baubeginn soll 2007 sein.
Mit dem Verkauf des vereinseigenen 44 000 Quadratmeter großen
Stammgeländes an der Jahnstraße kann 1865 sein neues Eigentum
solide finanzieren. Bis dahin muss der Verein aber weiterhin
auseinander gerissen leben, „ohne Herz und ohne Zentrum" wie es
Richard Reisböck formulierte. Die Integration der 430 ehemaligen
SSV-Mitglieder, die sich dem TSV angeschlossen haben, sei ganz
reibungslos vonstatten gegangen, versicherte Reisböck. Wie den
Berichten der 13 Abteilungsleiter zu entnehmen war, läuft auch
der Betrieb in den einzelnen Sparten mit jetzt insgesamt 2200
Mitgliedern reibungslos ab.
„Auch in finanzieller Hinsicht läuft der Laden", betonte der
Vorsitzende. „Allerdings nur, weil Hauptverein und Abteilungen
das Gebot der finanziellen Rücksichtnahme beachten." Am
generellen Sparkurs werde sich nichts ändern, sagte er, sonst
sei der Jahresumsatz von rund einer Million Euro nicht zu
stemmen. Schatzmeister Michael Sers wies in seinem Bericht einen
Gewinn von . 21 595 Euro im Jahr 2005 aus.
Bei sieben Gegenstimmen und fünf Enthaltungen bevollmächtigten
die Mitglieder den Vorstand des TSV 1865, die Umsiedlung des
Vereins abzuwickeln. „Die Zukunft spricht für diesen Schritt",
betonte Reisböck.
1865-Vorstand bestätigt
Für Harald Franzkowiak war das eine seiner leichtesten Aufgaben.
Beschwingt von den vielen Worten des Lobes für seine tatkräftige
Unterstützung, die er dem Vorstand und allen Abteilungen des TSV
1865 stets zuteil werden lässt, wickelte er als Vorsitzender des
Wahlausschusses mit seinen Kollegen Günther Höchstetter und
Horst Schültzke die Neuwahlen ab.
Während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend wurde Richard
Reisböck einstimmig als erster Vorsitzender des Dachauer
Traditionsvereins wiedergewählt. Ihm zur Seite stehen wie bisher
Steilvertreterin Gabriele Siegl und Kassier Michael Sers. Jürgen
Seidl löste Rudi Kölbl als Schriftführer ab und fungiert
zugleich als. Justiziar des Sportvereins.
In den erweiterten Vorstand des TSV folgte Kathrin Doll als
Kassenprüferin Brigitte Höchstetter nach. Einstimmige Ergebnisse
gab. es auch für die Referenten Harald , Franzkowiak (Hallen und
Sportplätze), Gerold Eisele (Außenanlagen) und Gerhard Doll
(Presse). Als Revisoren fungieren Herrmann Engelhardt, Josef
Wörl und Heribert Heitzmann.
In den Vereinsrat des TSV 1865 wurden Werner Friedl, Herrmann
Engelhardt, Helmut Erhorn, Josef Neumayer, Hans Rapp, Herbert
Ullmann, Gerd Flegel, Georg Kiermeier, Otto Weller und Rudi
Kölbl gewählt.
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